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Lob als Wunderwaffe: Die Macht positiver Worte

Die Macht der Worte wird oft unterschätzt. Ihre Wirkung zeigt sich vor allem, wenn das Gesagte beim Gegenüber ganz anders aufgefasst wird.
Veröffentlicht am 22.04.2020
Positive Worte

Wer morgens mit einem Lächeln im Gesicht und einem freundlichen Wort bei der Arbeit erscheint, trägt in der Tat zu einem schönen Arbeitstag für alle bei. In der heutigen Arbeitswelt wird vorausgesetzt, dass der Arbeitnehmer seine Sache gut macht. Deswegen wurde er eingestellt und aufgrund seiner Leistung bekommt er sein Gehalt. So ist ein Lob also gar nicht vonnöten?

Doch. Hierbei darf der psychologische Aspekt, den so ein Lob hat, nicht verachtet werden: Ein Mitarbeiter, der regelmäßig gelobt wird, fühlt sich wertgeschätzt. Ihm wird aufgezeigt, dass man seine Arbeit honoriert. Dies wiederum bringt einen unheimlichen Motivationsschub mit sich. Aus diesem Grund ist Lob auch ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Unternehmensführung. Das Prinzip ist ganz einfach: Wer als Chef positives Feedback gibt, erntet dementsprechend gute Leistungen von zufriedenen und motivierten Mitarbeitern.

Der Ton macht die Musik: Tadeln will gelernt sein
Jeder Mensch macht auch mal Fehler. Wobei niemand gerne hört, dass er oder sie etwas nicht richtig oder eben falsch gemacht hat. Gerade darum kommt es umso mehr auf die Art und Weise an, wie kritisiert wird. Da es sehr wichtig ist, Fehler offen anzusprechen, sofern die Kritik konstruktiv ist, gilt es jetzt, diesen "Tadel" in die richtigen Worte zu verpacken. Betroffene Mitarbeiter sollten sich auf keinen Fall angegriffen oder unsicher fühlen.

Sinnvoll ist es, auch Kritik in etwas Lob zu verpacken. In diesem Sinn spricht man auch von konstruktiver Kritik, an und mit der man arbeiten kann. Man hebt die Qualitäten und Fähigkeiten einer Person hervor und erklärt im gleichen Atemzug, was nicht optimal gelaufen ist.

Was ungeschickt vermittelte Kritik auslösen kann

Fängt jemand an, Kritik (zu) persönlich zu nehmen, fühlt sich derjenige schnell gekränkt. Es entsteht der Eindruck, dass das Gesagte gegen ihn oder sie als Person gerichtet ist. Natürlich kommt es auch hier wieder darauf an, wie die Kritik vermittelt wurde. Wenn man als Kritikausübender keine Argumente mehr hat, sollte man aufpassen, nicht auf die persönliche Ebene abzurutschen.

Dann nämlich könnte man mitunter eine bewusste Kränkung vermuten, die langfristig sogar in Mobbing ausartet. Die Motivation beim Betroffenen lässt nach, was sich wiederum auf die Leistung dieses Mitarbeiters oder Kollegen auswirkt. Der Kritisierte möchte dem Anderen nicht mehr gegenübertreten, ihm am besten ganz aus dem Weg gehen. Das ist natürlich bei der Arbeit nicht einfach. Als „Lösung“ bleiben Betroffene krankheitsbedingt zu Hause – wobei aus vorgeschützter Krankheit durch Mobbing rasch ein tatsächliches Leiden entstehen kann.

Schnell kann sich eine Abteilung, mitunter das ganze Unternehmen in einer Art Abwärtsspirale drehen, wenn andere Kollegen die Arbeit der ausfallenden Personen erledigen müssen. Schlimmstenfalls ist damit aus einfachen, aber fehlgeleiteten Worten ein großer Schaden mit weitreichenden Folgen entstanden.

Es lohnt sich also, Kritik in mit Bedacht gewählte Worte zu verpacken, wie man sie sich selber von Anderen wünschen würde. Denn kaum jemand tadelt gerne. Verbunden mit einer aufbauenden Botschaft ist es aber gar nicht mehr so unangenehm – sowohl für den Kritiker als auch für den Kritisierten.

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